Ich habe 30 Tage lang auf Gluten verzichtet – und das ist passiert

Artikel-Quelle: The Alternative Daily

Glutenfrei ist heutzutage fast ein Mode-Statement. In vielen trendigen Restaurants sieht man Menschen, die lauthals verkünden, dass Sie dies oder das nicht essen können, weil sie sich glutenfrei ernähren.

Weizen-, Roggen- und Gerste-Liebhaber winken die glutenfreie Ernährung deshalb gerne als Modeerscheinung ab. Aber ist glutenfrei wirklich so gut? Beim Blick auf die Zutatenliste glutenfreier Produkte wird schnell klar, dass viele davon negative Füllstoffe und Ersatzmehle enthalten, die nichts für die Gesundheit tun.

Außerdem bedeutet glutenfrei nicht, dass etwas auch zuckerfrei, frei von hydrierten Ölen und allergenfrei ist.

Ich wollte sehen, was passiert, wenn ich mich 30 Tage lang glutenfrei ernähre. Selbstverständlich habe ich dabei viel Wert auf die Qualität der Lebensmittel gelegt. Hier eine Zusammenfassung:

Zuerst ist nichts passiert

Die modernen Ernährungsrichtlinien haben mich glauben lassen, dass Körner das Fundament meiner Ernährungsbedürfnisse sind. Außerdem schmecken Brot, Pasta, Kuchen & Co. auch noch richtig lecker. Darauf zu verzichten war also sehr schwer.

Als ich mich dazu entschied, Gluten aus meiner Ernährung zu streichen, erwartete ich eine fast sofortige Veränderung. Ich wurde enttäuscht. Ich konnte anfangs keine physiologischen Veränderungen feststellen.

… dann kam die Verdauung

Hoppla, plötzlich ging es mit meiner Verdauung  bergauf. Fast mein ganzes Leben lang hatte ich Schwierigkeiten mit der Verdauung, musste ständig Antazida gegen Sodbrennen nehmen, hatte Blähungen und Krämpfe. Eine Woche nach der Umstellung auf glutenfreie Lebensmittel sollte plötzlich Schluss damit sein.

Meine Blähungen waren an diesem Punkt fast ganz verschwunden und ich musste keine Antazida mehr einnehmen, die sowieso nicht halfen.

Die Veränderungen machten durchaus Sinn. Gluten irritiert das Verdauungssystem, die Darmwände und verursacht Entzündungen. Dies führt teilweise zu Blähungen, Krämpfen, Durchfall oder Verstopfung, selbst wenn Sie nicht unter Zöliakie leiden.

Bessere Laune

Ich habe lange unter Angstzuständen, depressiven Verstimmungen und Stress gelitten und konnte den negativen mentalen Zustand nie vollständig abschütteln – bis ich Gluten aufgab.

Forschungen stimmen mir dabei zu. Eine Studie, die 2014 im Journal of Alimentary Pharmacology and Therapeutics veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Gluten auch bei Nicht-Zöliakie-Betroffenen Depressionen auslösen kann. Eine weitere Studie zeigte, dass Frauen mit Zöliakie häufiger unter Angstzuständen leiden. Gluten soll sogar eine Rolle bei bipolaren und anderen psychiologischen Störungen spielen.

Ich fühlte mich jedenfalls besser und freute mich wieder auf den bevorstehenden Tag. Auch meine Freunde fanden, dass ich glücklicher und lockerer war.

Besseres Hautbild

Bereits zwei Wochen nachdem ich Gluten den Kampf angesagt hatte, konnte ich feststellen, dass die Gerüchte über Gluten bezüglich der Hautgesundheit wahr sind.

Gluten kann Dermatitis herpetiformis, Psoriasus und mehr fördern. Obwohl ich nicht darunter litt, habe ich oft mit trockener Haut und Pickeln gekämpft. Jetzt aber war meine Haut geschmeidig und weder zu trocken, noch zu fettig.

Mehr Energie

Vor meinem Experiment dauerte es morgens 20 Minuten, bis ich aus dem Bett kam. Ich litt oft unter Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit. Ohne Gluten kam ich plötzlich viel schneller aus dem Bett, konnte mich besser konzentrieren und hatte sogar noch Energie, um nach der Arbeit Sport zu treiben.

Gluten löst Entzündungen aus und kann die Darmwand schwächen. So können Gluten-Antikörper in den Blutkreislauf gelangen und Ihr Immunsystem schwächen und Ihnen die Energie rauben.

Außerdem enthalten glutenhaltige Lebensmittel, insbesondere Weizen, Gerste, Roggen und Hafer, Anti-Nährstoffe in Form von Phytaten und Lektinen. Wie der Name schon sagt, blockieren sie die Absorption bestimmter Nährstoffe, die für den Stoffwechsel benötigt werden – was wiederum Ihren Energiepegel beeinträchtigt. Viele Menschen, die empfindlich auf Gluten reagieren, leiden auch unter einer Eisen-Malabsorption, die Müdigkeit verursacht.

Nie wieder Gluten

Brot ist zweifelsfrei lecker, aber lohnt es sich, deshalb unter Verdauungsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Hautproblemen zu leiden? Für mich ein klares Nein. Es gibt heutzutage genug leckere glutenfreie Rezepte.

Gesundes Brot?

Es gibt übrigens auch gesunde Brot-Rezepte. Meine bekannte Kollegin Kelley Herring zeigt Ihnen auf der nächsten Seite leckere glutenfreie Brot-Rezepte…

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Ein Kommentar

  1. Dany

    Hallo Mike, das mit dem Gluten habe ich schon oft gehört. Aber ich dachte , es betrifft nur Leute mit Glutenunverträglichkeit. Da ich aber unter keinen der von dir genannten Problem leide, weder schlechte Laune noch Hautprobleme, noch Müdigkeit oder Verdauungsprobleme oder Energielosigkeit, sollte ich da trotzdem (überwiegend) auf Brot verzichten ? Ich esse gerne Bio- Brot, aber in Maßen nicht in Massen, meist nur Dinkel, Hafer oder Roggen. Weißmehl so gut wie gar nicht. Außer, wenn man mal beim Italiener ist und dann Ciabatta mit Olivenöl und Salz vorweg bekommt. Aber auch das hält sich in Grenzen.
    Liebe Güße aus Niedersachsen

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