Was Sie nach dem Toilettenbesuch IMMER machen sollten (zusätzlich zum Händewaschen)

Artikel-Quelle: The Alternative Daily

Die persönliche Hygiene steht in letzter Zeit vermehrt im Rampenlicht. Obwohl die meisten von uns lieber nicht über ihre Toilettenpraktiken reden würden, ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.

Wir alle wissen, dass wir uns nach dem Toilettenbesuch die Hände waschen sollten und müssen hoffentlich nicht daran erinnert werden. Experten raten aber zu einem weiteren Schritt, an den sich nicht alle halten… nämlich das Schließen des Deckels vor dem Spülen.

Untersuchungen haben ergeben, dass Stuhlgang eine bedeutende Rolle bei der Krankheitsübertragung spielen kann. Wie? Partikel in Ihrem Stuhlgang werden beim Spülen in die Luft geschleudert und verwandeln sich in ein Aerosolspray. Diese Partikel können Infektionen auslösen und bleiben nach dem Spülen bis zu 8 Minuten in der Luft. Gerade in einer viel genutzten öffentlichen Toilette können sehr viele Partikel im Raum schweben.

Luftgetragene Bakterien

In einer Studie aus dem Jahr 2012 spülten Wissenschaftler eine Toilette, die mit C. difficile-Bakterien besiedelt war, und führten Tests durch, bei denen sie die Tröpfchenbildung mit geschlossenem und offenem Deckel verglichen. Wenn der Deckel offen war, breiteten sich die Tröpfchen sehr weit aus, anders als mit geschlossenem Deckel. Die Bakterien wurden in Höhen von mehr als 22 cm über dem Toilettensitz gefunden und das noch 90 Minuten nach dem Spülen. Die Bakterienkonzentration war bei geöffnetem Decken 12 Mal höher als bei geschlossenem Deckel.

In einer anderen Studie wurde festgestellt, dass durch die Toilettenspülung in der Luft herumwirbelnden Mikroben Oberflächen kontaminieren und dann per Direktübertragung von der Oberfläche auf die Hände und weiter von Menschen gelangen können. Einige Viren persistierten auch nach dem Spülen in der Luft, was bedeutet, dass Viren durch Einatmen und Verschlucken eingefangen werden konnten.

Einige Viren, darunter das SARS-Coronavirus und die H1N1-Grippe, haben beide gezeigt, dass sie sich über Tröpfchen weiterverbreiten können. Wissenschaftler haben entdeckt, dass auch das neuartige Coronavirus, COVID-19, dazugehört.

Toilettenspülung und COVID-19

In einer kürzlich durchgeführten Studie wurde berichtet, dass ein hoher Anteil der COVID-19-Fälle das Virus mit dem Kot ausscheidet. In der Studie wurde das Abwasser mehrerer Städte und eines Flughafens in den Niederlanden auf bestimmte Markerproteine getestet, die auf das Vorhandensein des Virus hinweisen. Am 5. März fanden Forscher COVID-19 in den Abwässern der Stadt Amersfoort, noch bevor in dieser Stadt Fälle gemeldet wurden. Diese Art der Abwasserüberwachung könnte bei der Planung von Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Ressourcenzuweisung helfen und auch ein künftiges Wiederauftreten von COVID-19 aufzeigen.

Bedeutung des Deckelschließens bei Ihnen zu Hause

Wir wissen also, dass virusverseuchte Fäkalien möglicherweise im öffentlichen System zu finden sind. Aber Sie fragen sich vielleicht: Besteht bei Ihnen zu Hause eine Gefahr durch Kot-Aerosolpartikel? Glücklicherweise handelt es sich bei den meisten Haushaltstoiletten um Schwerkrafttoiletten mit einer Spülung, die nicht viel Kraft erzeugt. In öffentlichen Toiletten kommen jedoch häufig Hochdrucktoiletten zum Einsatz. Leider verfügen viele öffentliche Toiletten über keinen Deckel, was problematisch sein kann.  Insgesamt zeigen Untersuchungen, dass die Aerosolpartikel in Krankenhäusern, in denen sich mehr kranke und immungeschwächte Menschen aufhalten und die Toiletten oft viel Druck haben, am problematischsten sind.

Was können Sie tun?

Keine Sorge, es gibt Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sich zu schützen.

  • Schließen Sie den Toilettendeckel, wenn ein solcher vorhanden ist.
  • Vermeiden Sie das Einatmen des Sprays nach der Spülung in öffentlichen Toiletten
  • Waschen Sie sich nach dem Toilettengang die Hände mit Seife und trocknen Sie sie gründlich ab.
  • Wischen Sie die Oberflächen in Ihrer Wohnung mindestens wöchentlich oder täglich ab, wenn jemand in der Familie krank ist.

Letztlich sollte man nicht in Panik geraten, so eklig das Ganze auch klingt. Wir sind ständig Keimen ausgesetzt, mit denen das Immunsystem in den meisten Fällen leicht fertig wird.

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