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Bitterstoffe – perfekt für die Verdauung

von Cat Ebeling, Ko-Autorin der Bestseller: Die Fett-Verbrennungs-Küche & Die Top 101 Lebensmittel gegen Alterung

Bittere Kräuter und bitteres Gemüse haben eine lange Tradition im medizinischen Anwendungsbereich, aber in der modernen Ernährung fehlt dieses nützliche Element oft. Die meisten Menschen verabscheuen bittere Aromen. Aber Lebensmittel, die natürlich bittere Aromen enthalten, enthalten auch große Mengen an Antioxidantien und bieten tatsächlich einige der besten Gesundheitsvorteile. Historisch gesehen werden bittere Kräuter seit Hunderten oder sogar Tausenden von Jahren zur Entgiftung und zur Unterstützung des Verdauungssystems verwendet. Bitterstoffe sind ein wesentlicher Schlüssel für eine gute Gesundheit.

Das European Journal of Herbal Medicine schreibt, dass das Harnsystem das einzige System zu sein scheint, das keinen direkten Nutzen von Bitterstoffen zieht.

Laut dem Westin Price Institute, ist es bedauerlich, dass es unserer modernen Ernährung an wilden, bitter schmeckenden Pflanzen, die unsere Vorfahren für so grundlegend für ihre Gesundheit hielten, fehlt. Viele moderne Beschwerden – von Verdauungsstörungen und Reflux bis hin zu Stoffwechselstörungen…. können mit dem Mangel an Bitterstoffen in unserer Ernährung in Zusammenhang gebracht werden.

Viele Bitterstoffe haben nachweislich eine antimykotische, antiseptische, antiparasitäre und sogar antitumorale Wirkung, die eigentlich ein pflanzlicher Selbstverteidigungsmechanismus ist. Es wird angenommen, dass diese Verbindungen die Bitterpflanzen tatsächlich vor Insekten und Tieren schützen, welche die Pflanzen fressen oder angreifen können.

Die meisten Organismen haben eine starke natürliche Abneigung gegen bittere Aromen entwickelt. Allerdings haben viele Bitterpflanzen einige erstaunliche Gesundheitsvorteile, und wir wissen inzwischen, dass einige dieser Pflanzen sehr wohl essbar sind. Einer der wichtigsten Vorteile von Pflanzenbitterstoffen ist ihre verdauungsfördernde Wirkung.

Was passiert in unserem Körper, wenn wir bittere Lebensmittel essen?

Wenn wir etwas Bitteres essen oder trinken, lösen die Rezeptoren auf unserer Zunge tatsächlich eine Kettenreaktion aus, den sogenannten “Bitterreflex”. Hierbei wird unter anderem die Hormonausschüttung von Gastrin ausgelöst. Gastrin “weckt” die Leber, den Magen, die Gallenblase, die Bauchspeicheldrüse und den Darm, die alle zum Verdauungsprozess beitragen. Gastrin fördert unter anderem die Freisetzung von:

  • Speichel, der beginnt, Kohlenhydrate im Mund abzubauen.
  • Salzsäure im Magen, die Proteine und Fette weiter abbauen, die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien erhöhen und schädliche Mikroben zerstören, welche teilweise zu Lebensmittelvergiftungen führen.
  • Pepsin, einem Enzym, das Proteinmoleküle aufspaltet.
  • Intrinsic-Faktor, der für die Aufnahme von Vitamin B12 notwendig ist.
  • Galle, die Fette abbautund hilft, die Leber zu reinigen.

Der regelmäßige Verzehr von Bitterstoffen in kleinen Dosen stärkt das gesamte Verdauungssystem, einschließlich Magen, Gallenblase, Leber und Bauchspeicheldrüse.

Im Magen beginnen die Bitterstoffe, den glatten Muskel zu stimulieren und beschleunigen die Magenentleerung. Dies fördert auch das Zusammenziehen des Ösophagusschließmuskels und hilft so, den Säure-Reflux zu verhindern. Bitterstoffe sind hilfreich für diejenigen, die an GERD leiden, da sie helfen, Mageninhalte in den Darm zu transportieren.

Bitterstoffe lösen auch Kontraktionen in Ihrem Darm aus und fördert so die Verdauung.

Weiter unten im Darm helfen die Bitterstoffe, Schäden in der Darmwand zu beheben und fördern die Zellteilung und das Wachstum. Deshalb wird angenommen, dass Bitterstoffe helfen, Leaky Gut Probleme zu reparieren, die sich aus Lebensmittelallergien, Entzündungen und Zöliakie ergeben können.

Die Bitterstoffe fördern auch die Freisetzung von Galle. Hierbei handelt es sich um ein notwendiges Produkt für die Fettverdauung. Galle hilft bei der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D und E. Die Galle hilft auch, die Leber von Giftstoffen, überschüssigem Cholesterin und potenziellen Gallensteinen zu reinigen. Bitterstoffe können helfen, die Leber vor Schäden durch Hepatitis und Zirrhose zu schützen und zu reparieren.

In der Bauchspeicheldrüse werden die Verdauungsenzyme erhöht, was den Abbau der Nährstoffe fördert, damit der Körper sie besser aufnehmen kann. Dies hilft auch, Blähungen durch Lebensmittel zu verhindern, die in den Verdauungstrakt gelangt sind und nicht vollständig abgebaut werden.

Lebensmittelallergien rühren oft von allergischen Reaktionen auf den unvollständigen Abbau der Proteinmoleküle her. Diese unverdaulichen Proteine reagieren mit den Immunzellen im Darm und erzeugen eine entzündliche und allergische Reaktion. Dies gilt insbesondere für Menschen mit Zöliakie und Milchallergien. Bitterstoffe helfen, den Nährstoffabbau von Proteinen im Verdauungstrakt zu vervollständigen und allergische und entzündliche Reaktionen zu reduzieren.

Die Bauchspeicheldrüse dient auch dazu, Insulin im Körper freizusetzen, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Alle diese Vorteile zeigen, dass Bitterstoffe ein wesentlicher Bestandteil Ihrer täglichen Ernährung sein sollten.

Bitterstoffe können auch andere Gesundheitsprobleme lindern, einschließlich chronischer Candidose, Schilddrüsenerkrankungen und allergischer Erkrankungen wie Asthma, Urtikaria und Ekzeme.

So integrieren Sie Bitterstoffe in Ihre Ernährung

Eine der besten Möglichkeiten ist “Vollwertkost”, bei der Sie mehr bitteres Grün wie Brunnenkresse, Rucola, Senfgrün, Chicorée, Löwenzahn, Radicchio und Endivie essen. Mischen Sie sie mit Ihren Salaten, um die Gesundheitsvorteile zu genießen. Wenn Sie sich erst an ihren starken Geschmack gewöhnt haben, fügen Sie größere Mengen zu Salaten, Pfannengerichten und Suppen hinzu.

Viele Menschen genießen einen Cocktail vor dem Abendessen, der mit Bitterstoffen zubereitet wird, wie beispielsweise einen Aperitif. Obwohl viele Bars immer noch Getränke mit den traditionellen Angostura-Bitter, Campari oder Peychaud's Bitter herstellen, gibt es einige andere Sorten, die aus höherwertigen biologischen Zutaten hergestellt werden.

Tinkturen sind eine einfache Möglichkeit, Bitterstoffe in Ihre Ernährung aufzunehmen. Zu den qualitativ hochwertigeren Tinkturen gehört Urban Moonshine, das eine Mischung aus biologischen, lokal bezogenen Kräutern und Gewürzen verwendet und in den drei Geschmacksrichtungen Zitrone, Ahorn und ACV erhältlich ist. Swedisch Bitters ist eine besondere Formel, die oft in Ihrem örtlichen Naturkostladen zu finden ist und auf einem traditionellen Kräuterrezept basiert, das von einem Arzt aus dem 16. Jahrhundert hergestellt wurde.

Wann sollten Bitterstoffe vermieden werden?

Verzichten Sie in diesen Fällen auf Bitterstoffe:

  • Schwangere Frauen
  • Personen mit schweren erosiven oder ulzerösen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Chronische Atemstauung
  • Schlechte Durchblutung
  • Depressiver Stoffwechsel

Nebenwirkungen sind selten, aber Sie können anfangs leichte Symptome einer Entgiftung erleben, darunter:

  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Ein Gefühl des allgemeinen Unwohlseins, wahrscheinlich aufgrund einer Entgiftung der Leber.
  • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Medikamente einnehmen. Bitterstoffe können zu einer erhöhten Absorption von Medikamenten führen.

Vorsicht, es gibt so etwas wie “zu viel des Guten”. Bei hohen Dosierungen können Bitterstoffe eine gegenteilige Wirkung haben, indem sie die Magensekrete hemmen und den Appetit unterdrücken, anstatt ihn zu fördern. Eine Überdosierung kann starke Übelkeit und Erbrechen verursachen.

 

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