Die Wahrheit über Kaffee und das Krebsrisiko

von Cat Ebeling, Ko-Autorin der Bestseller: Die Fett-Verbrennungs-Küche & Die Top 101 Lebensmittel gegen Alterung

Vor einigen Wochen hat ein Richter in Kalifornien entschieden, dass Kaffee eine Krebswarnung tragen muss. Das Urteil besagt, dass Kaffeetassen bei Starbucks, 7-Eleven und anderen Kaffeehändler aufgrund des Acrylamidgehalts des Kaffees eine Warnung tragen müssen. Eine komische Entscheidung, wenn man bedenkt, dass Dutzende von Studien zeigen, dass Kaffee das Krebsrisiko senken kann – oder stimmt das etwa nicht?

Und was genau ist Acylamid? Acrylamid ist eine Verbindung, die beim Rösten von Kaffee und vielen anderen Lebensmitteln entsteht. Sie ist in vielen unserer Lebensmittel enthalten. Darunter auch Pommes, Kartoffelchips. Müsli, Brot, Keksen, Bier etc.

Stärkehaltige Kohlenhydrate, die bei hohen Temperaturen gekocht werden, insbesondere solche, die eine gold- bis dunkelbraune Farbe annehmen, enthalten in der Regel das meiste Acrylamid. Allen voran Kartoffelchips und Pommes. Hier ein paar Werte (die genauen Werte hängen von der Zubereitungszeit und Hitze ab).

  • Kartoffelchips – 546 Mikrogramm / kg
  • Pommes Frites – 698 Mikrogramm / kg
  • Frühstücksflocken – 131 Mikrogramm / kg
  • Kaffee – 8 Mikrogramm / kg

Auf der Webseite der amerikanischen Food and Drug Administration finden Sie eine vollständige Liste der getesten Lebensmittel und deren Acrylamid-Gehalt. Wie Sie feststellen werden, enthält Kaffee im Vergleich zu anderen Lebensmitteln nur sehr geringe Mengen Acrylamid.

Müsli enthält beispielsweise 16x mehr Acrylamide als Kaffee. Kartoffelchips und Pommes sogar fast 100x mehr. Darüber hinaus enthalten Pommes und Chips entzündliche raffinierte Pflanzenöle, die Ihr Krebsrisiko erhöhen. Wohingegen Kaffee Antioxidantien enthält, die uns vor Karzinogenen schützen.

Acrylamide wurden 2002 entdeckt und kommen in Lebensmitteln vor, die über 120 Grad erhitzt wurden oder goldbraun zubereitet werden. Dunkel geröstete Kaffees haben deshalb einen höheren Acrylamidgehalt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) gab an, dass der Acrylamidgehalt in bestimmten Lebensmitteln ein großes Problem darstellt, räumte aber ein, dass weitere Studien bezüglich der gefährlichen Mengen notwendig sind. Da Pommes, Kartoffelchips und Getreide viel höhere Mengen an Acrylamiden enthalten (bis zu 100x mehr) scheint es albern, gerade für Kaffee eine Warnung auszusprechen, nicht aber für andere Lebensmittel.

Einige Studien kamen zu dem Schluss, dass Mäuse und Ratten, die mit Acrylamid gefüttert wurden, ein erhöhtes Krebsrisiko hatten, aber diese Studien verwendeten Acrylamidmengen, die 1.000 bis 10.000 Mal höher waren als bei herkömmlichen Lebensmitteln. Bisher gibt es keine überzeugenden Humanstudien, die zeigten, dass Acrylamid tatsächlich ein Karzinogen ist.

Len Lichtenfeld, der stellvertretende Chefarzt der Amerikanischen Krebsgesellschaft in Atlanta sagte, dass die meisten Experten davon ausgehen, dass der Acrylamidgehalt von Kaffee keinen wesentlichen Einfluss auf die menschliche Gesundheit hat.

Tatsache ist, dass Kaffee, besonders Bio-Kaffee, erstaunliche Gesundheitsvorteile hat. Die Krebsprävention steht ganz weit oben auf der Liste dieser Vorteile.

Es hat sich gezeigt, dass Kaffee die Leber vor Krebs schützt, weil das Koffein Chlorogensäure und Diterpene enthält. Kaffee kann postmenopausale Frauen außerdem vor Brustkrebs schützen. Frauen, die täglich vier Tassen Kaffee trinken, haben ein ca. 10% niedrigeres Brustkrebsrisiko.

Kaffee kann außerdem das Gebärmutterkrebsrisiko und Mund-, Magen- und Darmkrebsrisiko senken.

Kaffee enthält jede Menge starke Antioxidantien, die weitaus mehr Nutzen haben, als die Acrylamide schaden anrichten könnten. Mehrere Studien aus der ganzen Welt kamen zu dem Schluss, dass Kaffee zu den besten Antioxidantienquellen in unserer Ernährung gehört. Kaffee kann uns vor vielen Gesundheitsproblemen schützen, darunter:


Typ-2-Diabetes
– Studien legen nahe, dass Menschen, die täglich 3-4 Tassen Kaffee trinken im Vergleich zu Menschen, die weniger als 2 Tassen pro Tag trinken, ein 25% niedrigeres Diabetesrisiko haben.

Parkinson – bei einer prospektiven Studie erkrankten Menschen, die täglich ca. vier Tassen Kaffee tranken 25% weniger häufig an Parkinson, als Menschen, die nur wenig Kaffee tranken.

Demenz – bei einer aus dem Jahr 2012 haben Forscher 32 ältere Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen studiert. Die Personen, die das meiste Koffein zu sich nahmen, entwickelten seltener Demenz als diejenigen, die kein Koffein zu sich nahmen. Man geht davon aus, dass sich die Polyphenole positiv auf die Hirngesundheit auswirken.

Depressionen – bei einer 10 Jahre langen Studie mit 50.000 weiblichen Teilnehmerinnen litten diejenigen, die täglich vier Tassen Kaffee tranken 20 Mal seltener als Depressionen als diejenigen, die nur wenig Kaffee tranken, so ein Bericht in den Archives of Internal Medicine.

Herzkrankheiten und Schlaganfälle – Demographische Studien legen nahe, dass Kaffee vor Herzkrankheiten schützt, indem er Blutgrinnsel verhindert.

Nierenfunktion – eine Gruppe junger Menschen trank drei Tassen Kaffee pro Tag und wies im Anschluss eine deutlich verbesserte Nierenfunktion auf, so japanische Forscher im Journal of Nutrition and Metabolism.

Kaffee hilft, den NRF2-Stoffwechsel zu aktivieren. Hierbei handelt es sich um ein System im Körper, dass oxidativen Stress bekämpft, Toxine neutralisiert und Krebszellen ausschaltet.

Kaffee fördert außerdem das Wachstum nützlicher Darmbakterien, kurbelt die Fettverbrennung an, verbessert die Laune und sogar die sportliche Leistungsfähigkeit .

So maximieren Sie die Gesundheitsvorteile von Kaffee

  • Verwenden Sie frische, ganze Bio-Bohnen. Sie enthalten die meisten Antioxidantien und die wenigsten Giftstoffe.
  • Trinken Sie Ihren Kaffee schwarz oder mit Bio-Sahne oder Kokosöl. Vermeiden Sie raffinierten Zucker, künstliche Aromen, künstliche Süßstoffe und künstliche Milchprodukte. Süßen Sie den Kaffee stattdessen mit einem Hauch von Ahornsirup, Stevia, Mönchsfrucht oder Kokoszucker.
  • Vermeiden Sie Kaffee von großen Kaffeeketten. Hierbei handelt es sich in der Regel nicht um Bio-Kaffee. Der Kaffee enthält hohe Mengen Pestizide und Herbizide und dafür weniger Antioxidantien.
  • Trinken Sie Ihren Kaffee mit einem Hauch von Zimt, was die antioxidative Kraft weiter steigert und außerdem den Blutzucker kontrollieren kann. Auch Bio-Kakaopulver eignet sich gut als Kaffeezusatz.

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