Was verursacht Diabetes? Die 9 häufigsten Auslöser

Artikel-Quelle: Paleo Hacks

Die meisten Menschen wissen, dass der Verzehr von zu vielen Desserts und Süßigkeiten Diabetes auslösen kann, aber es ist nicht der einzige Risikofaktor. Bei uns dreht sich heute alles um die häufigsten Diabetes-Auslöser.

Diabetes ist weiter auf dem Vormarsch. Es wird geschätzt, dass 1980 108 Millionen Menschen an Diabetes litten; heute sind es ca. 422 Millionen.

Wenn Sie Blutzuckerprobleme haben oder nach Möglichkeiten suchen, Typ-2-Diabetes zu vermeiden, hilft es, die Auslöser zu kennen. Einige Ursachen von Diabetes könnten Sie überraschen!

Was genau ist Diabetes?

Im Wesentlichen ist Diabetes eine Krankheit, bei welcher der Körper den Blutzuckerspiegel nicht mehr effektiv regulieren kann.

Wenn unser Körper normal funktioniert, setzt die Bauchspeicheldrüse als Reaktion auf die Aufnahme von Kohlenhydraten das Hormon Insulin frei. Insulin hilft, unseren Blutzucker stabil zu halten, indem es Glukose in unsere Zellen leitet. Dort wird sie für die Energiegewinnung genutzt und der Überschuss als Fett gespeichert. Dieser Prozess entfernt effektiv Glukose aus unserem Blutkreislauf, bevor sie Schäden verursachen kann.

Im Falle von Diabetes ist dieses System jedoch aus dem Ruder gelaufen. Ihre Zellen werden resistent gegen die Auswirkungen von Insulin. Am Ende ist Ihr Blutzucker ständig erhöht.

Es gibt zwei Arten von Diabetes: Typ-1-Diabetes ist meist genetisch bedingt, während Typ-2-Diabetes als Folge einer schlechten Ernährung und Lebensweise auftritt.

Wenn Sie neugierig sind, was Diabetes verursacht, finden Sie hier die häufigsten Lebensstil- und Umweltfaktoren, von denen Sie einige wahrscheinlich nicht erwarten würden.

Hier 9 häufige Diabetesauslöser, die Sie vermeiden sollten, um Ihr Risiko für Typ-2-Diabetes so gering wie möglich zu halten:

Immer langsam mit dem Zucker

Zucker ist der häufigste Auslöser für Diabetes – und auch der bekannteste. Eine Studie zeigt, dass das Trinken von nur einem zuckergesüßten Getränk pro Tag Ihr Diabetesrisiko um 13% erhöht! Es ist keine Überraschung, dass Länder mit dem höchsten Zuckerverbrauch auch die höchsten Typ-2-Diabetesraten aufweisen, während die mit dem niedrigsten Verbrauch die niedrigsten Diabetesfälle aufweisen.

Aber was genau macht “Zucker” aus? Die meisten von uns denken dabei an Süßigkeiten. Aber wirklich, alles, was Glukose oder Kohlenhydrate enthält, ist gefährlich. Einfache Kohlenhydrate werden in unserem Körper genau wie andere Zuckermoleküle abgebaut, was zu Blutzuckerspitzen führt.

Wenn Ihr Blutzucker ständig steigt, kann er Ihre Bauchspeicheldrüse überlasten. Schließlich werden die Zellen weniger empfindlich auf die konstanten Zuckerspitzen und es kommt zu einer Insulinresistenz.

Halten Sie sich von verarbeiteten Kohlenhydraten wie Brot, Pasta, Keksen, Kuchen und Soda fern. Diese Lebensmittel wurden von ihren natürlichen Ballaststoffen befreit, die wir in unserer Ernährung benötigen, um Blutzuckerspitzen zu mildern.

Glücklicherweise scheinen natürliche Zucker wie Honig und Ahornsirup kein Diabetes auszulösen. Dies liegt daran, dass sie Enzyme, Nährstoffe und Fasern enthalten, die den Blutzuckerspiegel senken.

Fettleibigkeit

Wenn Sie übergewichtig sind, sind Sie automatisch einem höheren Risiko ausgesetzt, Diabetes zu entwickeln.

Wie wir bereits erfahren haben, wird Glukose, die nicht für Energiezwecke verwendet wird, als Körperfett gespeichert. Fettleibigkeit bedeutet, dass Ihre Bauchspeicheldrüse bereits Überstunden macht, um genügend Insulin zu produzieren und so Ihren höheren Zuckerverbrauch zu bewältigen.

Adipositas verursacht auch weitreichende Entzündungen, die mit der Entwicklung von Diabetes in Zusammenhang gebracht werden.

Stress

Interessanterweise kann chronischer Stress auch ein möglicher Auslöser für Diabetes sein. Wenn Sie gestresst sind, sendet Ihr Körper eine Flut von Hormonen aus, um die Kampf-oder-Flucht-Reaktion einzuleiten. Dieser Prozess erhöht automatisch Ihren Blutzuckerspiegel, sodass Ihr Körper die Energie hat, sich aus einer Gefahrensituation zu befreien.

Ein ständig erhöhter Insulinspiegel kann zu einer Insulinresistenz führen. Er kann auch Ihre Bauchspeicheldrüse überlasten. So oder so, kann zu viel Stress letztendlich zu Diabetes führen.

Sind Sie trainingsfaul?

Studien zeigen, dass Menschen, die körperlich aktiv sind, ein geringeres Risiko haben, Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

Forscher glauben, dass dies daran liegt, dass das Training positive Auswirkungen auf den Glukosestoffwechsel hat. Sport hilft, die Insulinresistenz zu verhindern, indem sie Ihre Zellen effizienter bei der Glukoseverbrennung macht.

Regelmäßige Bewegung kann auch helfen, den Blutzucker zu regulieren, indem sie überschüssige Glukose in Ihrem Blut als Energiequelle verwendet, anstatt sie als Fett zu speichern. Dies ist ein eigener Vorteil, da überschüssiges Fett und Fettleibigkeit auch ein Risikofaktor bei der Entwicklung von Diabetes sind.

Bestimmte Medikamente

Einige verschreibungspflichtige Medikamente können Diabetes auslösen, indem sie die Fähigkeit Ihrer Bauchspeicheldrüsenzellen beeinträchtigen, effektiv Insulin zu produzieren.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Liste einiger Arten von Medikamenten, die diese Wirkung haben können. Bitte beachten Sie, dass diese Liste nicht vollständig ist. Konsultieren Sie Ihren Arzt, um zu erfahren, ob eines der Medikamente, die Sie einnehmen, Ihr Risiko für Diabetes unwissentlich erhöhen könnte.

  • Antiepileptika
  • Psychopharmaka
  • HIV-Medikamente
  • Pentamidin, ein Medikament, das Lungenentzündungen behandelt
  • Glukokortikoide zur Behandlung von Entzündungskrankheiten
  • Medikamente, die einer Abstoßungsreaktion vorbeugen (nach Transplantation)
  • Statine

Chemikalien

Chemikalien, mit denen Sie täglich in Kontakt kommen, können ebenfalls Diabetes auslösen. Studien zeigen zum Beispiel, dass Bisphenol-A (BPA), eine Chemikalie, die in Kunststoffbehältern und Dosenauskleidungen vorkommt, ein Risikofaktor ist. BPA wirkt sich direkt auf die Bauchspeicheldrüsenzellen und das Insulin aus und kann einen insulinresistenten Zustand erzeugen.

Bestimmte Pestizide sind mit einer erhöhten Inzidenz von Diabetes verbunden, also sollten Sie Ihr Gemüse sorgfältig reinigen – oder Bio kaufen.

Schließlich können Chemikalien wie Phthalate, Cadmium und Quecksilber auch Ihr Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes erhöhen.

Um unnötige Chemikalien zu vermeiden, tauschen Sie Kunststoffbehälter gegen Glasbehälter aus und wechseln Sie zu natürlichen Shampoos, Kosmetika und Haushaltsreinigern (oder stellen Sie sogar Ihre eigenen her!).

Schilddrüsenerkrankungen

Es ist wahr – Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes gehen oft Hand in Hand. Dies liegt daran, dass sie beide von Hormonen beeinflusst werden, die den Blutzucker kontrollieren. Tatsächlich tragen einige Schilddrüsenhormone auch direkt zur Pankreasfunktion und zum Zuckerstoffwechsel bei.

Studien zeigen, dass Menschen mit Diabetes eine höhere Prävalenz von Schilddrüsenerkrankungen haben – dies gilt auch umgekehrt.

Viren

Auch wenn dies wie ein seltsames Phänomen erscheinen mag, zeigen einige Forschungsergebnisse, dass eine Klasse von Viren, die Enteroviren genannt werden, tatsächlich den selteneren Typ-1-Diabetes auslösen kann.

Enteroviren sind unter anderem das Rotavirus, Mumps und Cytomegalovirus. Wenn Typ-1-Diabetes in Ihrer Familie auftritt und Sie glauben, dass Sie diesen Viren ausgesetzt waren, denken Sie daran und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Genetik

Wir wissen, dass die Genetik eine große Rolle bei Typ-1-Diabetes spielt, aber sie kann auch Ihr Risiko für Typ-2 erhöhen.

Aber selbst wenn Sie genetisch veranlagt sind, Diabetes zu entwickeln, bedeutet das nicht, dass dies auch eintritt. Lebensstilfaktoren machen einen großen Unterschied, und wenn Sie darauf achten, nicht zu viel Zucker zu essen, Ihren Stress niedrig zu halten und oft Sport zu treiben, stehen die Chancen gut, dass Sie diese gefürchtete Diagnose vermeiden können.

Fazit

Wenn Sie sich gefragt haben, was Diabetes verursacht, ist die Antwort, dass es eine ganze Reihe verschiedener Auslöser gibt. Obwohl Sie Ihre eigene Genetik nicht beeinflussen können, können Sie sich zuckerarm ernähren, Chemikalien und Pestizide vermeiden, viel Sport treiben und effektive Wege finden, Ihren Stress zu bewältigen.

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