Führen diese Chemikalien in Ihren Frühstücksflocken & Müsliriegeln zu Krebs?

Artikel-Quelle: The Alternative Daily

Fast drei von vier verarbeiteten Cerealien enthalten Unkrautvernichtungsmittel und zwar in Mengen, die besonders Kindern schaden können, so eine im August veröffentlichte Studie. Die Studie wurde von der in Washington ansässigen Environmental Working Group durchgeführt, die 45 aus Hafer hergestellte Getreideprodukte untersuchte. Diese reichten von Müsliriegeln über Haferflocken und Vollkornprodukten bis hin zu beliebten Frühstückscerealien für Kinder.

Bis auf zwei Produkte enthielten alle das chemische Glyphosat. Hierbei handelt es sich um das am häufigsten verwendete Pestizid.

Ist Glyphosat ein Karzinogen?

Laut der Environmental Protection Agency ist die Chemikalie wahrscheinlich nicht krebserregend für den Menschen. Sofern das Produkt gemäß der Anweisungen eingesetzt wird, geht die Agentur von keinen großen Gesundheitsproblemen aus. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stimmt dem zu und behauptet, dass die Chemikalie wahrscheinlich keinen Krebs beim Menschen verursacht.

Die Meinungen der Experten zur Sicherheit von Glyphosat gehen jedoch weit auseinander. Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat Glyphosat nämlich als wahrscheinliches Karzinogen eingestuft. Auch in manchen amerikanischen Staaten, wie Kalifornien, warnen die Gesundheitsbehörden vor Glyphosat.

Was sagt Monsanto?

Der Hersteller des größten Unkrautvernichtungsmittels (Roundup) behauptet seit langem, dass sein Unkrautvernichter keinen Krebs auslöst. In einem hochkarätigen Gerichtsverfahren Anfang des Jahres wurde das Unternehmen mit Vorwürfen konfrontiert, dass es seit Jahren Beweise unterdrückt. Diese Beweise sollen zeigen, dass Roundup zu Krebs führen kann. Der ehemalige kalifornische Schulaufseher, DeWayne Johnson, behauptete, dass Roundup bei ihm zu Krebs führte. Monsanto versuchte, die unabhängigen Forscher, die von Johnson beauftragt wurden, zu schikanieren und untergraben. Nach einem einmonatigen Prozess erhielt Johnson 289 Millionen Dollar Schadenersatz. Das Unternehmen schwor, Berufung einzulegen, aber die Zukunft von Monsanto ist heute ungewiss. Im Juni kaufte der deutsche Pharmariese Bayer Monsanto auf und kündigte an, die Marke Monsanto einzustellen.

Sind Cerealien sicher?

Die Hersteller stehen weiter zu ihren Produkten und sagen, dass diese sicher sind, so beispielsweise ein Sprecher von Kellog. Auch der Getreidegigant General Mills behauptet, dass seine Produkte sicher sind und die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Manche Hersteller geben jedoch zu, dass die Sicherheitsstandards veraltet sind.

Die Environmental Protection Agency schreibt, dass es auf die Menge ankommt und dass weitere Studien notwendig sind.

Eine Humanstudie des National Cancer Institutes fand keine Beweise dafür, dass die Chemikalie zu Krebs führt. Die im Mai veröffentlichte Studie beobachtete fast 45.000 Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz regelmäßig Glyphosat ausgesetzt waren. Sie kamen zu dem Schluss, dass kein Zusammenhang zwischen Glyphosat und den häufigsten Krebsarten besteht. Sie fanden jedoch einen möglichen Zusammenhang zwischen Glyphosat und einer aktuten myeloischen Leukämie. Hierzu sind allerdings noch weitere Studien notwendig.

Obwohl nicht sicher ist, dass Glyphosat Krebs auslöst, steht fest, dass das Unkrautvernichtungsmittel Dutzende andere Gesundheitsrisiken birgt. Lesen Sie sich dazu auch diesen Beitrag über Glyphosat und Krebs durch.

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