Können Probiotika glücklich machen?

Artikel-Quelle: The Alternative Daily

Beim Thema gesunde Ernährung denken viele Menschen automatisch an Vollwertkost, Vitamine, Mineralstoffe, Protein, Fette und Kohlenhydrate. Eine Komponente, die gerne übersehen wird, sind Probiotika.

Unser Körper benötigt Probiotika, um unsere Darmbakterien in Zaum zu halten, denn in unserem Verdauungssystem gedeihen neben nützlichen auch viele schädliche Bakterien. Wenn die schädlichen Bakterien die Überhand gewinnen, kann unser Immunsystem beeinträchtigt werden und es können Verdauungsprobleme wie Blähungen, Durchfall und Verstopfung auftreten.

Probiotika sollen aber noch viel mehr können. Studien zufolge soll ein gesundes Gleichgewicht an Darmbakterien sogar Depressionen lindern können.

Probiotika und Glücksgefühle

Eine neue Studie, die am Leiden Institute of Brain and Cognition in den Niederlanden durchgeführt wurde, hat die Beziehung zwischen Probiotika und unseren Gedankenprozessen untersucht – genauer gesagt die zyklischen Denkprozesse, die uns dazu veranlassen, negative Gedanken und vergangene Ereignisse zu analysieren und uns in Dinge hineinzusteigern. Dieses ständige Grübeln ist einer der prädiktivsten Vulnerabilitätsmarker der Depression.

Bei der Studie nahmen 40 gesunde Teilnehmer vier Wochen lang täglich ein probiotisches Pulver, oder Placebo, das mit Wasser oder Milch gemischt wurde. Vor und nach der Studie füllten die Teilnehmer Fragebögen aus, um ihre depressiven Tendenzen und Reaktionen zu bestimmen.

Die Teilnehmer, die vier Wochen lang ein Multispezies-Probiotikum zu sich nahmen, litten unter deutlich weniger Phasen der Traurigkeit, grübelten weniger nach und hatten weniger aggressive Gedanken.

Diese Ergebnisse lieferten erste Beweise dafür, dass die Einnahme von Probiotika dazu beitragen kann, negative Gedanken zu reduzieren. Es sind aber noch weitere Forschungen nötig.

Weitere Vorteile von Probiotika

Ein Großteil unseres Immunsystems befindet sich in unserem Darm. Deshalb macht es Sinn, dass Probiotika das Immunsystem fördern können.

Außerdem werden sie mit weniger Entzündungen im Körper in Verbindung gebracht und sollen Angstzustände lindern können.

Einigen Forschungen zufolge sollen Probiotika auch schwere Verdauungsstörungen wie Reizdarmsyndrom und Morbus Crohn lindern können.

Eine Studie aus dem Jahr 2012 von der Amerikanischen Heart Association hat einen probiotischen Stamm namens Lactobacillus reuteri sogar mit niedrigeren LDL-Cholesterinwerten in Verbindung gebracht. Die Werte von Teilnehmern, die das Lactobacillus reuteri zu sich nahmen, waren 12 Prozent niedriger als die der Kontrollgruppe.

Probiotika wurden sogar mit einer besseren Zahngesundheit in Verbindung gebracht. Speziell Lactobacillus reuteri soll die Auswirkungen von Karies verursachenden Bakterien reduzieren.

Zusätzlich gibt es Hinweise, dass Probiotika, Harnwegsinfektionen, Müdigkeit und Muskelschmerzen reduzieren können, da diese manchmal auf ein Ungleichgewicht der Darmbakterien zurückzuführen sind.

Vorsicht

Da Probiotika immer mehr in die Medien gerückt sind, gibt es inzwischen eine Fülle von probiotischen Mitteln auf dem Markt. Während einige Hersteller fleißig daran arbeiten, ihren Kunden ein wertvolles Produkt anzubieten, gibt es viele schwarze Schafe. So oder so sind natürliche Probiotika die beste Wahl.

Falls Sie sich dennoch für ein Nahrungsergänzungsmittel entscheiden, sollten Sie dieses nur von einer vertrauenswürdigen Quelle kaufen wie z.B. BodyFokus Synbiotika Vital Aktiv.

Tolle natürliche Probiotika-Quellen sind Kefir, Sauerkraut, Kimichi und andere fermentierte Lebensmittel.4

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