Aufgeräumt: 5 häufige Mythen über Cholesterin

Artikel-Quelle: Paleo Hacks

Cholesterin wird fälschlicherweise gerne für Herzkrankheit verantwortlich gemacht. Hier ein paar weitere Mythen über Cholesterin und Herzerkrankungen.

Ist der Cholesterinspiegel wirklich ein großes Problem? Sollten cholesterinsenkende Medikamente als unerlässlich angesehen werden? Führt überschüssiges Cholesterin zu einem frühen Tod?

Es hat lange gedauert, bis die Wahrheit über Cholesterin ans Licht gekommen ist, aber zum Glück hat die Wissenschaft in den letzten Jahren einige endgültige Erkenntnisse darüber gemacht, was Cholesterin ist und wie es tatsächlich funktioniert. Es ist deshalb an der Zeit, mit einigen Mythen aufzuräumen und richtigzustellen, wie Cholesterin Ihre Gesundheit beeinflusst.

Wie Cholesterin zum Bösewicht wurde

Mit der Zunahme von Herzerkrankungen in den 1970er Jahren begann die medizinische Fachwelt nach einem Sündenbock zu suchen. Die Menschen wollten einen konkreten Weg, sich selbst zu schützen.

Die Antwort war die Vermeidung von gesättigten Fettsäuren und diätetischem Cholesterin und die oft gleichzeitige Einnahme von Statinen oder cholesterinsenkenden Medikamenten.

Leider sind Herzerkrankungen seit der Einführung dieser Protokolle zur Todesursache Nummer 1 auf der Welt geworden. Offensichtlich haben wir die Gleichung ohne Cholesterin gemacht.

Im Jahr 2017 wurden neue Forschungen veröffentlicht, die besagen, dass gesättigte Fettsäuren in der Tat keine Ursache für Herzerkrankungen sind. Man stellte sich die Frage, ob Cholesterin wirklich der Bösewicht ist.

 

5 häufigste Mythen über Cholesterin

Mythos 1: Zu viel Cholesterin verursacht Herzkrankheiten und Herzinfarkte

Es gibt keine Forschung, die genau diesen Zusammenhang unterstützt. Aber die Forschung zeigt, dass ein zu niedriger Cholesterinspiegel zu Herzerkrankungen und Herzinfarkt führen kann. Denn Cholesterin dient tatsächlich den notwendigen Funktionen im Körper – sowohl der LDL- als auch HDL.

Zu niedrige HDL-Werte oder zu niedrige Cholesterinwerte können den Körper anfälliger für geschädigte Zellen und Entzündungen machen, zumal der HDL-Cholesterin-Transporter antioxidative Funktionen im Körper erfüllt.

Mythos 2: Zu viel Cholesterin wird Ihr Leben verkürzen

Einige Forschungen zeigen tatsächlich, dass ältere Menschen, die einen höheren Cholesterinspiegel haben, gleich lang oder länger leben als diejenigen, die einen niedrigeren Spiegel haben. Cholesterin ist im Körper für die Zellstruktur, den Nährstofftransport in und aus den Zellen, den Hormonstoffwechsel und vieles mehr notwendig und somit eine Voraussetzung für die Gesundheit.

Da Cholesterin essentiell ist, produziert die Leber sogar bis zu 85 Prozent des täglichen Bedarfs des Körpers. Auch diätetische Cholesterinquellen müssen vor dem Gebrauch umgewandelt werden und beeinflussen den Cholesterinspiegel im Blut nicht so stark, wie bisher angenommen.

Mythos 3: Cholesterinsenkende Medikamente sind sicher und unerlässlich

Die Forschung beweist nicht nur, dass Statine nicht sicher sind, sie liefert starke Beweis dafür, dass Statine mehr Probleme verursachen als sie lösen. Sie wurden mit Diabetes in Verbindung gebracht und könnten möglicherweise zu Krebs führen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Todesfälle haben mit der Zunahme von Statinen nicht abgenommen, sodass sie, selbst wenn sie in einigen Fällen von Vorteil sein könnten, nicht das Wundermittel sind, für das sie leider oft noch gehalten werden.

Mythos 4: Ein Hoher Cholesterinspiegel sagt voraus, wer einen Herzinfarkt erleiden wird

Während wir Menschen gerne wissen wollen, ob wir für einen Herzinfarkt gefährdet sind, ist Cholesterin nicht der Bösewicht.

Der Cholesterinspiegel ist nicht unbedingt prädiktiv dafür, wer einen Herzinfarkt bekommt. In der Tat haben viele Menschen, die einen Herzinfarkt erleiden, keinen übermäßig hohen Cholesterinspiegel, obwohl sie möglicherweise niedrigere HDL Werte  und höhere LDL Werte haben. Insgesamt ist ein höherer Cholesterinspiegel tatsächlich mit einer längeren Lebensdauer verbunden.

Mythos 5: Gesättigtes Fett führt zu hohem Cholesterinspiegel und Herzkrankheiten

Die medizinische Fachwelt hat Bilder von gesättigten Fettsäuren gemalt, die fest in den Arterien sitzen, sie verstopfen und die tickende Zeitbombe für einen Herzinfarkt einstellen.

Gesättigte Fettsäuren sind nicht mit Herzerkrankungen verbunden. Obwohl keine Ernährung nur aus gesättigten Fettsäuren bestehen sollte, kann die moderne Forschung nicht bestätigen, dass ungesättigte Fettsäuren das Problem sind, sondern ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren oder übermäßiger Kohlenhydratzufuhr, welche die eigentlichen Risikofaktoren für die kardiovaskuläre Gesundheit sind.

Wie verhindern Sie Herzerkrankungen am besten?

Vermeiden Sie verarbeitete Lebensmittel…

Sie sind nährstoffarm und bieten dem Körper nicht das, was er braucht, um optimal zu funktionieren.

Vermeiden Sie Transfette und pflanzliche Öle.

Diese können zu oxidativem Stress im Körper führen, der wiederum zu Entzündungen führt. Sie sind auch schädlich für die guten Darmmikroben, die benötigt werden, um ein bakterielles Ungleichgewicht zu verhindern.

Treiben Sie regelmäßig Sport und bewegen Sie sich viel

Sie benötigen keinen ausgefallenen Fitnessplan oder teuren Trainer. Selbst wenn Sie nichts anderes tun, als täglich spazieren zu gehen, werden Sie Ihre Entzündungslast reduzieren.

Pflegen Sie einen gesunden Schlafzyklus und eine gesunde Routine.

Gönnen Sie sich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht, was wichtig für die Regenerationsprozesse des Körpers ist. Ohne kann er leicht gestresst, entzündet und anfällig für Krankheiten werden.

Bleiben Sie hydratisiert.

Zellen brauchen ausreichend Flüssigkeit, um ihre Arbeit zu erledigen, und wenn wir auf zellulärer Ebene gestresst werden, nehmen entzündliche Prozesse die Zügel in die Hand. Ziel ist es, mindestens 8 Gläser Wasser pro Tag zu trinken.

Schluss mit Zucker.

Zucker ist kein Ernährungsbedürfnis. Zucker erhöht den Glukosespiegel, die Insulinresistenz und Entzündungen, und er kann die schlechten Darmbakterien erhöhen.

Erreichen Sie ein gesundes Gewicht.

Ob Sie nun fünf Pfund oder mehr als 50 Pfund abzunehmen haben, ein optimales Gewicht ist entscheidend für die Langlebigkeit. Der BMI ist nicht das beste Maß für das Gewicht, aber Entzündungsmarker im Blut können Hinweise darauf geben, was ein gesunder Bereich sein könnte.

Ihr Arzt kann Werte wie LDL, Homocystein, C-reaktives Protein und Triglyceride testen, um das gesamte Entzündungsbild Ihres Körpers zu betrachten, und dies könnte helfen, ein besseres Gewichtsabnahmeziel festzulegen.

Finden Sie gesunde Möglichkeiten, Stress zu reduzieren.

Wenn wir mit chronischem Stress zu tun haben, kommt es vermehrt zu Entzündungen im Körper. Erwägen Sie, einen Therapeuten zu sehen, mehr zu trainieren, zu meditieren, Yoga zu treiben oder sich auf andere Elemente der Selbsthilfe zu konzentrieren.

Rauchen Sie nicht.

Das versteht sich von selbst, aber einige Leute reden sich immer noch ein, dass Zigaretten nicht wirklich so schädlich sind, wie immer behauptet.

Vermeiden oder begrenzen Sie den Alkoholkonsum.

Alkohol in Maßen mag keine schlechte Idee sein, aber Alkohol kann sehr entzündlich sein und sich auf den Darm auswirken. Also bitte nicht mehr als ein oder zwei Glas Wein pro Tag.

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