Diese bedenklichen Vorgänge spielen sich innerhalb von Minuten, nachdem Sie eine Limonade getrunken haben, in Ihrem Körper ab

von Cat Ebeling & Mike Geary, Ko-Autoren der Bestseller: Die Fett-Verbrennungs-Küche & Die Top 101 Lebensmittel gegen Alterung

Haben Sie gewusst, dass pro Tag mehr als 1,9 Milliarden Coca-Cola-Produkte konsumiert werden? Die ikonische amerikanische Marke ist rund um den Globus bekannt und wird in mehr als 200 Ländern verkauft. Diese Zahlen umfassen keine anderen Limonaden, wie Pepsi-Produkte und kleinere Marken.

Obwohl sich langsam herumspricht, dass Limonade schlecht für die Gesundheit ist, sind Millionen von Menschen süchtig nach Cola, Pepsi und Co.

Eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigt, dass rund 50% der Amerikaner jeden Tag Limonade trinkt und zwar nicht nur ein Glas, sondern durchschnittlich 2,6 Gläser pro Tag. In Deutschland lag der Pro-Kopf Verbrauch 2012 bei ca. 36 Litern. Die Mexikaner trinken mit rund 63 Litern pro Person pro Jahr weltweit mehr Limonade als jedes andere Land. Typ-2-Diabetes tötet jedes Jahr über 70.000 Mexikaner. Man geht davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen viel höher sind, da viele Menschen nicht diagnostiziert werden oder an Herzerkrankungen, Schlaganfällen oder Krebs sterben – die von Diabetes bzw. Limonade verursacht werden können. In den USA steht der Softgetränk-Konsum in direktem Zusammenhang mit dem steilen Anstieg der neu diagnostizierten Diabetesfälle.

Im Gegensatz zu Mexiko und vielen anderen Ländern, werden die Limonaden in den USA meist mit Maissirup gesüßt. Dabei handelt es sich um einen Süßstoff, der noch gefährlicher als normale Saccharose ist, die beispielsweise in anderen Ländern verwendet wird. Hohe Mengen Zucker sind immer gefährlich für den Körper, aber besonders Maissirup genießt einen schlechten Ruf – und das durchaus verdient, wenn man die Auswirkungen auf die Leber und den Blutzuckerspiegel beachtet. Unabhängig von der Art des Zuckers hat der Limonaden-Konsum gefährliche Folgen. Diese Vorgänge laufen in Ihrem Körper innerhalb von Minuten nach dem Genuss einen zuckerhaltigen Erfrischungsgetränks ab:

In den ersten paar Minuten wird Ihr Körper mit 10-12 Teelöffeln Zucker überschwemmt, der aufgrund seiner flüssigen Form besonders schnell in den Blutkreislauf gelangt. Der einzige Grund, warum Sie sich aufgrund der massiven Zucker-Dosis nicht sofort übergeben ist der, dass der extrem süße Geschmack wegen der Phosphorsäure, der Karbonisierung und anderer Aromen leicht gedämpft wird.

In 15-20 Minuten wird Ihr Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen und eine starke Insulinreaktion auslösen. Dies bedeutet, dass Ihre Leber schnell reagieren muss, um Sie vor all dem Zucker in Ihrem Blutkreislauf zu retten. Ihre Leber versucht nun, den Zucker in Fettzellen zu verwandelt, besonders dann, wenn es sich bei dem Zucker um Maissirup handelt. Während Ihr Körper versucht das Fett zu speichern, zirkuliert es durch den Blutstrom (hat Ihnen Ihr Arzt je gesagt, dass Sie unter hohen Triglyceridwerten leiden? Dabei handelt es sich um Fett im Blutkreislauf, welches oft auf eine ungesunde Ernährung reich an Zucker und raffinierten Kohlenhydraten zurückzuführen ist). Das Fett wird schließlich im Körper oder der Leber gespeichert, was uns zur sogenannten Fettleber bringt – einer der primären Ursachen für eine nicht-Alkohol-bedingte Leberkrankheit.

In einer halben Stunde fängt Ihr Körper an, das Koffein in der Limonade zu absorbieren, Ihre Pupillen erweitern sich, Ihre Herzfrequenz steigt, Sie fühlen sich vorübergehend gut und wach. Als Reaktion auf das Koffein schüttet Ihre Leber mehr Zucker in den Blutkreislauf. Ihr Insulinspiegel sinkt, Sie bekommen Hunger und der Zucker wird als mehr Fett gespeichert.

In 45 Minuten wird Dopamin, eines Ihrer Wohlfühlhormone, freigesetzt und stimuliert das Vergnügungszentrum Ihres Gehirns, ähnlich wie bei Heroin, was den Suchtfaktor von Limonaden erklärt.

In 60 Minuten nach dem Limo-Genuss bindet die Phosphorsäure das Kalzium, Magnesium und Zink in Ihrem Verdauungssystem. Inzwischen setzt auch die diuretische Wirkung des Koffeins ein, sodass Sie urinieren müssen. Das bedeutet, dass Ihr Körper die Mineralien nicht nutzen kann, weil sie an die Phosphorsäure gebunden sind, die nun in Form von Urin ausgeschieden wird. Wenn Sie die Cola getrunken haben, um Ihren Durst zu stillen, werden Sie tapfer sein müssen. Denn tatsächlich scheiden Sie aufgrund der Cola mehr Flüssigkeit aus, als Sie zu sich genommen haben, was bedeutet, dass Sie noch durstiger sein werden.

Eine gute Stunde nach der Limonade sind das Koffein und der Zucker so langsam aufgebraucht und Sie fühlen sich am Ende der massiven Zucker- und Insulinspitze hungrig, müde, reizbar und träge. Wahrscheinlich werden Sie auch Durst haben und Lust auf eine weitere Limonade.

Wenn Sie meinen, dass eine Limonade pro Tag unbedenklich ist, sollten Sie die massiven gesundheitlichen Konsequenzen beachten.

Diabetes und Fettleibigkeit

Die Nurse's Health Study, bei der 90.000 Frauen 8 Jahre lang überwacht wurden, stellte fest, dass eine Limonade pro Tag über einen Zeitraum von vier Jahren zu einer Gewichtszunahme von etwa 10 Pfund führt. Diese Zahl scheint noch niedrig. Ich würde sogar behaupten, dass es 5 Pfund pro Jahr sind. Eine Limonade pro Tag verdoppelt Ihr Typ-2-Diabetes-Risiko, sodass Sie eine 1:3 Chance haben, in Ihrem Leben Diabetes zu entwickeln.

Gehirnleistung

Eine UCLA Studie aus dem Jahr 2002 fand heraus, dass überschüssiger Zucker tatsächlich dumm macht. Die beim Zuckerkonsum vermehrt ausgeschüttete Gehirn-Chemikalie BDNF führt dazu, dass Sie sich schwieriger an Dinge erinnern können und Schwierigkeiten beim Erlernen neuer Dinge haben.

Herzerkrankungen

Es ist nicht der Speck, der Herzinfarkte verursacht, sondern die Limo. Bei einer Harvard-Studie (2012) kam heraus, dass eine Dose Limo pro Tag das Risiko für Herzerkrankungen um 20% erhöht. Während dieses Risiko mit den erhöhten Blutzuckerwerten und Diabetes assoziiert werden kann , ist das Risiko auch für Nicht-Diabetiker erheblich. Eine Studie der Universität von Miami fand heraus, dass Personen, die täglich eine Dose Limonade tranken, ein 61% erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich Herzinfarkt und Schlaganfall hatten, selbst wenn andere Faktoren wie Rauchen, Sport, Alkoholkonsum und Ernährung kontrolliert wurden.

Krebs

Menschen, die regelmäßig Limonade oder andere zuckerhaltige Getränke trinken, haben ein erhöhtes Risiko für Gallenkrebs, so eine schwedische Studie. Angesichts der Tatsache, dass sich viele Krebsarten von Zucker ernähren, ist dies kein Wunder.

Auch das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs soll  sich laut Forschern der Georgetown University in Washington, D.C. um 87% erhöhen, wenn Sie jeden Tag ein oder zwei Dosen Limonade trinken.

Atemwegserkrankungen

Ja, Cola und Co. können auch Asthma-Attacken und andere Atemwegserkrankungen wie COPD verschlimmern, so diese aktuelle Studie der University of Adelaide.

Knochen und Zähne

Während allgemein bekannt ist, dass Zucker zu Zahnverfall führt, ist die Säure in Limonaden noch viel schlimmer. Tatsächlich erinnert sie an Batteriesäure und greift den Zahnschmelz an. Bei einer Studie im Academy of General Dentistry Journal wurde festgestellt, dass Limonade die Zähne fast wie Batteriesäure und Crystal Meth beschädigt.

Wie oben erwähnt, bindet sich die Phosphorsäure an Kalzium, Magnesium und Zink – allesamt lebenswichtige Knochen- und Zahnmineralien. Somit greift die Säure nicht nur die Oberflächen der Zähne an, sondern auch die inhärente Struktur von Zähnen und Knochen und kann zu Karies und Osteoporose führen.

Hoffentlich konnten wir Sie überzeugen, Limonade aufzugeben. Aufgrund der Tatsache, dass die Getränke so süchtig machen, empfiehlt sich ein kalter Entzug. Versuchen Sie es eventuell mit Kombucha, einem Kräutertee mit ein wenig Stevia oder Mineralwasser mit ein paar Gurken- und Zitronenscheiben für einen frischeren Geschmack.

Weitere beliebte Gesundheits-Themen:

Weitere beliebte Artikel

Der Agavennektar-Betrug: Ist Agavennektar sogar schlimmer als fruchtzuckerreicher Maissirup?

Artikel-Quelle: The Alternative Daily Die Entscheidung, raffinierten Haushaltszucker und Maissirup aus Ihrer Nahrung zu verbannen, …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.