So heilen Sie Ihren Körper mit Rohhonig

Artikel-Quelle: The Alternative Daily

Honig lässt so gut wie alles besser schmecken, habe ich recht? Nicht nur das, Rohhonig ist auch aus ernährungsphysiologischer und therapeutischer Sicht zu empfehlen. Er wird seit Jahrhunderten zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Leiden eingesetzt. Hippokrates selbst schrieb über die medizinische Wirkung des flüssigen Goldes. Auch die alten Ägypter, Chinesen, Griechen und Römer haben Honig für die Wundheilung, gegen Schmerzen, Fieber etc. verwendet.

Medizinische Eigenschaften

Rohhonig verfügt über hygroskopische, antibakterielle und antioxidative Eigenschaften.

Hygroskopische Eigenschaften

In seinem natürlichen Zustand hat Honig einen sehr geringen Wassergehalt, absorbiert allerdings Feuchtigkeit, sobald er der Luft ausgesetzt ist. Diese hygroskopische Eigenschaft macht Honig perfekt für trockene Haut, da der Honig die Feuchtigkeit quasi einschließt.

Antibakterielle Eigenschaften

Rohhonig verfügt über stark antibakterielle Eigenschaften und kann so die Wundheilung beschleunigen.

Antioxidantien

Obwohl dunkler Honig allgemein mehr antioxidative Kraft als heller Honig hat, sind beide eine effiziente Antioxidantien-Quelle, die freie Radiakale bekämpfen und das Wachstum von neuem Gewebe fördern kann.

Hier ein paar Ideen, wie Sie Honig für die Heilung verwenden können:

Allergien

Millionen von Deutschen leiden unter Allergien. Medikamente können die Symptome reduzieren, aber verursachen oft Müdigkeit. Andere weniger bekannte Nebenwirkungen sind ein veränderter Geschmack- und Geruchssinn und sogar weibliche Unfruchtbarkeit.

Investieren Sie stattdessen lieber in Rohhonig. Dieser enthält kleine Mengen Pollen. Jeden Tag ein oder zwei Löffel mit diesen Pollen einzunehmen und Ihr Körper kann eine gewisse Immunität gegen das Allergen entwickeln. Achten Sie darauf, dass der Honig aus Ihrer Region stammt!

Husten und Erkältung

Ein Löffel Rohhonig kann Husten mindestens genauso gut wie Hustensaft lindern. Bei einer Studie verabreichen Forscher Kindern im Alter zwischen zwei und siebzehn Jahren entweder eine Dosis Rohhonig oder das Medikament Dextromethorphan. Die Kindern, die den Honig erhielten, schnitten im Laufe der Behandlung deutlich besser ab, als die Dextromethorphan-Gruppe.

Hinweis: Kinder unter 12 Monaten sollten keinen Honig gefüttert bekommen.

Verbrennungen

Forscher der Universität von Florida fanden heraus, dass Rohhonig Wunden und Verbrennungen effektiver als herkömmliche Medikamente lindert. Die Glukose und Fruktose trocknen die Wunde außerdem aus und hemmen das Wachstum von Pilzen, Bakterien und Viren.

Windelcreme

Bei einer neuseeländischen Studie verwendeten die Wissenschaftler Manuka-Honig , um Rötungen, Juckreiz und Entzündungen im Windelbereich zu reduzieren. Dabei kam heraus, dass der Honig genauso effektiv wie eine Windelcreme ist. Um Ausschläge zu verhindern, können Sie ein wenig Honig mit ein wenig Windelcreme mischen und diese täglich auf den Windelbereich auftragen. Hochwertigen Manuka-Honig erkennen Sie z.B. daran, dass der MGO (Methylglyoxal ) Wert angegeben wird.

Gesichtsmaske

Honig ist wirksam gegen Akne, Rosacea und Ekzeme, während Kokosöl trockene, gereizte Haut beruhigt. Mischen Sie 1 Esslöffel Kokosöl mit 1 Esslöffel Rohhonig und tragen Sie die Mischung auf das Gesicht und den Hals auf. Lassen Sie die Maske 20 Minuten einwirken und spülen Sie sie dann mit warmem Wasser ab.

Blutzucker

Obwohl Honig sehr süß ist, hat er einen relativ niedrigen glykämischen Index und führt daher nicht zu extremen Blutzuckerschwankungen wie im Fall von raffiniertem Zucker. Rohhonig wird langsamer absorbiert und metabolisiert und kann Heißhungerattacken, die oft mit einem stark schwankenden Blutzuckerspiegel einhergehen, vorbeugen.

Mundinfektionen

In unserem Mund wimmelt es nur so vor Bakterien und Viren, die zu oralen Infektionen an Zähnen, Zahnfleisch, Gaumen, Zunge, Lippen etc. führen können. Manuka-Honig soll diese Infektionen verhindern und Zahnstein vorbeugen können – und ist dabei genauso effektiv wie kommerzielles Mundwasser.

Insektenstiche

Mischen Sie etwas Honig mit ein paar Tropfen Zitronensaft, um eine natürlich antiseptische Insektenstichlösung herzustellen. Der natürliche Zucker tötet die Mikroorganismen ab, während die Zitrone die Ausbreitung von Bakterien verhindert. Gemeinsam können sie Schwellungen und Juckreiz bei Insektenstichen verhindern.

Achten Sie darauf, nur hochwertigen Rohhonig zu kaufen. Verarbeiteter Honig wird so gefiltert, dass er keine nützlichen Pollen mehr enthält und die meisten seiner Nährstoffe einbüßt.

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5 Kommentare

  1. Hans Weigold

    Seit längerer Zeit befolge ich den Rat, früh eine halbe Zitrone mit warmen Wasser zu trinken, allerdings nicht die für mich zu saure Zitrone, sondern stattdessen eine halbe Limette. Hat das den gleichen Effekt wie Zitrone ?

    • Mike Geary

      Limetten schmecken etwas milder als Zitronen. Sie stehen der Zitrone in Sachen Gesundheit aber in nichts nach.
      Limetten enthalten neben vielen anderen gesunden Inhaltsstoffen ebenfalls viel Vitamin C.

  2. Hallo Mike Geary, erst einmal vielen Dank für die vielen wertvollen Gesundheitstipps. Mich würde der Rohhonig interessieren. Wo bekomme ich diesen bzw worauf sollte ich beim Kauf achten. Vielen Dank und schöne Grüße aus Dresden von Ramona

    • Mike Geary

      Qualitativ guter Rohhonig sollte von einem Bio-Imker bezogen werden. Er ist unbehandelt, nicht erhitzt und nicht gesiebt.
      Auch manche Reformhäuser führen den Honig.

  3. Micha

    Achja, der Rohhonig…
    Tatsache ist, dass Honig von einheimischen Imkern eigentlich IMMER Rohhonig ist, weil er in der Regel einfach geschleudert, bestenfalls gerührt und danach abgefüllt wird. Gerührt deshalb, weil er dann die cremige Konsistenz annimmt, die der Verbraucher gern hat, und gerade der Frühjahrshonig mit einem hohen Rapsanteil ansonsten in ein paar Wochen steinhart (wirklich STEINhart) auskristallisieren würde.
    Normalerweise stellt man unter die Schleuder einen Honigeimer und setzt ein Doppelsieb darauf, nicht, um Pollen auszufiltern, sondern verbliebene Wachspartikel, die sich beim Schleudern unweigerlich aus den Waben lösen.
    Was die Farbe angeht, so ist der Wald- oder Blatthonig dunkler, weil sich andere Zuckerarten drin befinden. Dafür besteht dieser Honig auch nicht aus Nektar, wie so oft angenommen, sondern aus den Ausscheidungen bestimmter Blattläuse, die die zuckerreichen Knospen anknabbern und den Überschuss am anderen Ende des Verdauungstraktes wieder loswerden. Den Bienen ist das egal. Die machen auch Honig draus, und der ist dann meist mineralstoffreicher als der Frühjahrshonig. Allerdings behandelt man Wunden etc. sinnvollerweise eher mit Blütenhonig.
    Was die Bio-Imkerei angeht: die bezieht sich auf die reine Bienenhaltung. So müssen die Bienen in Holzbeuten (Bienenkästen) gehalten werden, dürfen nur auf “biologische” Mittelwände gesetzt werden oder müssen ihre Waben gleich ganz selber bauen, werden gegen die Varroamilbe ausschließlich mit organischen Säuren (Milch, Ameise, Oxal) behandelt etc. Der Imker hat jedoch keinerlei Einfluss darauf, was seine biologisch gehaltenen Bienen so futtern und zur Weiterverarbeitung anschleppen. Ist ein knackig genverändertes, gespritztes aber in voller Blüte stehendes Rapsfeld in der Nähe, sitzen seine Biobienen genauso fleißig da drauf wie die “Nichtbiobienen” des Nachbarsimkers.
    Die meisten Imker arbeiten ohnehin nach den sehr strengen Richtlinien des deutschen Imkerbundes (DIB), ob sie ihm jetzt angehören oder nicht, auch wenn ihr Honig nicht als “Biohonig” deklariert ist. Dieser Honig ist jedoch jeglichem Supermarktbiohonig deutlich überlegen, vor allem bei diesen unsäglichen, wunderbar preisgünstigen Mischungen aus “EU und NichtEU-Ländern”. Im Klartext handelt es sich hier meist um einen hohen Anteil an chinesischem Honig – der, wie jeder Imker weiß, mehr als nur “mit Vorsicht zu genießen” und nicht umsonst so billig zu haben ist.
    Also: kauft euren Honig beim Imker eures Vertrauens, gern auch bei dem vor Ort. Wenn auch manche Imker mit Feinsieben arbeiten (weil die Kunden unbedingt gaaaaaanz klaren Honig wollen), ist deren Honig immer noch um Längen besser als irgendein “Bio”Panschhonig von sonstwoher, der, wenn es ganz dumm geht, auch noch die Verbreitung von Bienenkrankheiten, beispielsweise der Amerikanischen Faulbrut, fördert.
    UND BITTE BITTE BITTE WASCHT EURE LEEREN HONIGGLÄSER SORGFÄLTIGST AUS, ehe ihr sie ins Altglas werft. Eventuelle Sporen oder Erreger, die in den Honigresten verblieben sind und euch beim Verzehr nicht schaden, können bei uns ganze Völker vernichten, wenn die Bienen auf Nahrungssuche den restlichen Honig aus dem Glas holen. Kein Witz!
    Also: lassts euch schmecken, tut was für die Umwelt und sichert unser Überleben auf diesem Planeten, indem ihr mit Verantwortungsgefühl und Bedacht handelt.

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